Mein erster Edeka – Tag

Nach langer Suche habe ich nun endlich eine freie Stelle gefunden. Als Kassiererin bei Edeka. Ich habe heute 6 Stunden Probearbeit gemacht und muss morgen nochmal dieselbe Zeit abrackern.

Aufgestanden bin ich um 6 Uhr, nachdem ich ca. eine Viertelstunde geschlafen hatte. Das lag nicht daran, dass ich um halb 6 ins Bett bin, nein, das war ca. Mitternacht. Kopfschmerzen vom harten Wahltag inklusive. Die habe ich übrigens immer noch. Ich hab mich bzw. wurde hinter die Kasse gesetzt und mir wurden einige Dinge erklärt, um 7 Uhr kamen schon vereinzelt erste Kunden. Dass jedes Gemüse, Obst und Pflanze eine eigene Nummer hat, wusste ich erstmal nicht. Das ist ja Hölle, jede Apfelsorte, jede Nektarine, Jeder Fliegenschiss hat ne vierstellige Nummer. Gut, zwei kann ich heute, aber ich habe 6 Stunden die Kassen nebenan genervt, weil ich die Codes brauchte. Das hat mich genervt, die Frauen auch und die Kunden erst recht. Die Schlangen bei meiner Kasse wurden bald riesig, aber ich habe mir ernsthafte Mühe gegeben, wenn es nur Sachen zum Einpiepen gab. Das ging sehr flott. Nebenbei wurde mir irgendwann schwindelig und ich hatte Probleme beim Geld zählen und abkassieren. Immer öfter musste ich Geld nachreichen, wo ich doch gerade die Kassenklappe schließen wollte, weil ich merkte, dass noch 40 Cent oder sonstwas fehlten. Das Ganze ging nur einmal schief, aber die Frau war so nett und hat die Minute gewartet, bis ich den nächsten Kunden abkassiert hatte und ich ihr ihre 2 Euro geben konnte.

Was ein Tag. Nach mehreren Monaten Rumgammeln und Kopfschmerzen und dem harten Wahltag gestern… schon hart.

Mein Knie tat mir auch wahnsinnig weh und am Ende humpelte ich nach Hause. Den Arzt habe ich direkt informiert, dass seine verdammten 800 Ibuprofen Tabletten keinerlei Schmerzen wegmachen (wenn man bei 800 mg Ibu noch so extrem starke Unterleibsschmerzen hat wie ich, dann wirkt es einfach nicht und basta – und mein Knie wurde weder weniger entzündet noch tat es weniger weh) und habe gerade Schmerztropfen bekommen. Meine Leber freut sich.

Naja, morgen nochmal umsonst schuften, das nutzt jeder Chef doch ohne Gewissensbisse aus, wenn einer umsonst arbeitet. Wenn ich Pech habe, muss ich ich noch nen dritten Tag umsonst schuften, bevor ich nen Vertrag unterschreiben kann. Die Arbeit ist hart, aber ich will sie auf jeden Fall!!!

Ich informier mich mal nach Orthopäden, hab ne Überweisung bekommen, weils so schlimm ist. Da geht man einmal schwimmen… Kommt gerade in dieser engen Kabine zum Kassieren, wo ich mein Bein kein bisschen bewegen oder in eine gute Lage bringen kann, echt gut.

Ich bin hundemüde. Ich werd den Tag jetzt erstmal ausklingen lassen und viiiel Schlaf nachholen.

Aber ich bin froh, wenn ich den Job in der Tasche habe.

4 Antworten zu “Mein erster Edeka – Tag”

  1. hey, du arme…
    bei mir war der wahltag gar nicht soo angstrengend, ich hatte nur irgendwann tierischen hunger xD
    du shcaffst das schon.
    undn wie gesagt, der oberfeldt is echt gut!

  2. shidave Sagt:

    Die Leutchen finden es in der Regel gut, wenn man fragt, auch wenn sie bisweilen etwas genervt sind, aber lieber so als das du etwas falsch machst, ne?

    6 Stunden ist schon ne lange Zeit Oo Ich musste immer für 3 Stunden oder so.

    Gute Besserung für dein Bein.

  3. okay, ich WERDE ausgenutzt -.- hab sozusagen schon die zusage dass ich anfangen kann, aber ich soll noch nen samstag arbeiten kommen -..- naja was man nciht alles machen muss um selber versklavt zu werden per vertrag.

  4. shidave Sagt:

    Die Zusage ist doch schonmal was^^. Auch wenn sie mündlich ist.
    Ausgenutzt werden… das Los der meisten Aushlifen… leider.
    Aber wenn man dann am Anfang des Monats sein Gehalt auf dem Kontoauszug gesehen hat, weiß man wofür man sich so hat drangsalieren lassen.^^

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